Gönninger Botanische Wanderungen

Folgende Gönninger Botanische Wanderungen werden angeboten:

14.09.2021: Forstliche Begehung am Stöffelberg (G. Baumbusch) FFH-Schutzgebiet „Albtrauf zwischen Mössingen und Gönningen“, Bannwald

Die Gönninger botanisch-naturkundlichen Wanderungen beinhalten auch in diesem Jahr wieder eine forstliche Begehung. Diese findet am Dienstag, den 14.9. statt. Revierförster Georg Baumbusch wird diese Wanderung durch den Stadtwald auf den Stöffelberg begleiten. Neben allgemeinen waldbaulichen Themen wird er auch auf die verschiedenen Schutzzonen des Waldes eingehen. Ein Teil der Wanderung führt durch die Kernzone des Biospärengebietes.Treffpunkt Rathaus Gönningen, 14.00 Uhr.  

Wichtig für alle Teilnehmer:  Bitte beachten Sie die an diesem Tag geltende Corona-Verordnung Baden-Württemberg.

21.09.2021: Spätblüher in der Gemarkung Gönningen (Andreas Urbaniak)

Treffpunkt ist am Rathaus in Gönningen um 14:00 Uhr. Wir fahren gemeinsam zum großen Parkplatz unterhalb des Rossbergs, unser Startpunkt der heutigen Exkursion. Wer möchte, kann auch direkt dort hinkommen. Die aus Oberjura-Gestein gebildete Kuppe des Roßbergs erhebt sich rund 100 Meter über die Hochfläche. Auf der Suche nach Spätblühern erkunden wir die weitläufige Hochebene (Roßfeld genannt), die bewaldeten Hänge und den Felskopf des Roßbergs.  Da nur wenige Arten in Blüte stehen, werden wir auch Pflanzen nach vegetativen Merkmalen bestimmen. Im Fokus stehen desweiteren Bäume, Sträucher und Nadelgehölze, sowie Früchte und Samen. Bis auf den sehr steilen Aufstieg zum Felskopf verläuft die Tour auf gut begehbaren Wegen. Dauer  ca. 3h.

Wichtig für alle Teilnehmer:  Bitte beachten Sie die an diesem Tag geltende Corona-Verordnung Baden-Württemberg.

Zusätzliche Führung:

28.09.2021: Pfullinger Wanne und Schönberg. Trockenwald-, Trockenrasen- und Felsflora (Andreas Urbaniak)

Wir treffen uns um 14:00 Uhr beim Rathaus in Gönningen und fahren gemeinsam zum Wanderparkplatz auf der Wanne Pfullingen, dem Startpunkt unsere Tour. Wer möchte kann auch direkt dort hinkommen. Die Wanne und der Schönberg sind von Trockenrasen geprägte Hochwiesen mit vielfältiger Flora. Wir erkunden zunächst das Gebiet „Wanne“ überwiegend am äußeren Rand um die Felsflora nicht außer Acht zu lassen. Danach wandern wir durch Trockenwald auf den Schönberg (leichte Steigung auf gutem Weg) und erkunden das kleine Hochplateau. Dauer ca. 3h

Wichtig für alle Teilnehmer:  Bitte beachten Sie die an diesem Tag geltende Corona-Verordnung Baden-Württemberg.

Jeder Teilnehmer muss sich zur Wanderung im Naturkundemuseum Reutlingen (07121-3032022) anmelden.

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung am Samstag, 11. September

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung am Samstag, 11. September

im Hotel Gasthof Herrmann in Münsingen um 14 Uhr

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,

die Vorstandschaft lädt Sie recht herzlich zu der Jahresmitgliederversammlung ein. Neben den üblichen Regularien werden sich die BNAN-Bezirksgruppen Geislingen und Reutlingen vorstellen und über ihre Tätigkeiten berichten. Auch ein Kurzbericht über das diesjährige Naturschutz-Jugendzeltlager steht auf der Tagesordnung. Es wird sicherlich viel Zeit zur Verfügung stehen, um sich wieder einmal über Vieles auszutauschen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bitte beachten Sie die 3G-Regel und bringen Sie auch eine Maske mit. DANKE!

Exkursion „Vielfalt der Moose“ verschoben auf 02.10.2021

Die Exkursion der BG Reutlingen von Michael Sauer „Vielfalt der Moose“, urprünglich 25. September, wird auf den 2. Oktober verlegt. Ort und Zeit bleiben gleich.

Absage Gönninger Botanische Wanderungen bis 01.09.2021

Leider müssen wir bis zum 01. September sämtliche Gönninger Botanische Wanderungen absagen.

Sollten Führungen im September möglich sein, wird das rechtzeitig bekanntgegeben.

Verschiebung der Jahresmitgliederversammlung

Verschiebung der Jahresmitgliederversammlung auf
Samstag, 11. September 2021 – 14 Uhr,
Hotel Gasthof Herrmann, Münsingen

Jugendzeltlager 2021

Gemeinsam mit dem Bund für Naturschutz Oberschwaben (BNO) findet das Naturschutz-Jugendzeltlager vom 31. Juli – 14. August 2021 im Laucherttal bei Hettingen, Landkreis Sigmaringen statt. Neben Maßnahmen zur Entbuschung und Biotoppflege ist ein umfangreiches und farbenfrohes Programm mit Workshops, Ausflügen, Exkursionen, usw. geplant. Es bleibt genügend Zeit für selbständige Unternehmungen, und Spiel und Spaß kommen auch nicht zu kurz.

Die Teilnehmer sollten zwischen 14 und 20 Jahre alt sein, Lust auf Natur und Interesse an Naturschutzarbeit haben.

Preis:
48 € für BNO- und BNAN-Mitglieder;
78 € für Nichtmitglieder.

Ansprechpartner beim BNAN sind:
Josef Letscher 0162 – 3215050,
Isolde Ludwig 07122 – 9564,
Markus Türk 07574 – 1817
und die Geschäftsstelle des BNO 07564 – 302 190
oder per E-Mail unter jugendzeltlager-bnan@web.de

PDF Anmeldung Jugend-Zeltlager 2021

PDF Flyer Jugend-Zeltlager 2021

Link zu häufigen Fragen (FAQs)

Bericht über die Jahresmitgliederversammlung des Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V.

Ökologische Jugend – Zeltlager im Mittelpunkt

Am 7. März hielt der Bund Naturschutz Alb-Neckar e. V. (BNAN) im Hotel Gasthof Herrmann in Münsingen seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab, die gut besucht war. Geschäftsführerin Madlen Dollinger begrüßte die Anwesenden und hieß auch Michael Koltzenburg als Vertreter des Landesnaturschutzverbandes (LNV) herzlich willkommen. In seinem Grußwort hob er besonders das jährlich stattfindende Naturschutz-Jugendzeltlager des BNAN hervor. Mit dieser Veranstaltung leistet der BNAN einen wichtigen Beitrag, Jugendliche an die Natur heranzuführen. In diesem Zusammenhang wies er auf die neue Aktion des LNV hin, Jugendliche dafür zu gewinnen, sich als Artenkenner in Flora und Fauna in Seminaren ausbilden zu lassen. Denn die Männer und Frauen, die sich darin bestens auskennen, werden immer älter und würden gern ihr Wissen an die junge Generation weitergeben. Der BNAN unterstützt diese Aktion.

Das Ökologische Jugendzeltlager (ÖZL) wurde in einem eindrucksvollen Vortrag von Markus Türk mit der Überschrift: „Jugendlicher Fleiß für Natur und Landschaft – Naturschutz-Jugendzeltlager des BNAN“ vorgestellt. Darin berichtete er von Erfolgen und Schwierigkeiten der seit 1975 durchgeführten Zeltlager für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren. Seine Auswahl an Bildern dokumentierten beispielhaft den Vorher-Nachher-Zustand mehrerer Grundstücke, die von den Jugendlichen während des ÖZL gepflegt wurden. Doch neben dieser anstrengenden, manchmal auch extrem heftigen Arbeit, z. B. beim Abrechen von Mähgut an Steilhängen, blieb genug Zeit für Freizeit. Hier wurden verschiedene Workshops, Spiele, Wanderungen, Exkursionen, Busfahrten zu Sehenswürdigkeiten und interessante Natur-Vorträge angeboten. Auch diese Aktionen wurden mit beeindruckenden Bildern dargestellt. Bis 2007 fanden diese Zeltlager jährlich wechselnd im Bereich des BNAN (Pflege von Wacholderheiden, etc.) und des Bund für Naturschutz Oberschwaben (BNO) statt. Im Bereich Oberschwaben wurden die Pflegearbeiten hauptsächlich in Moorgebieten  geleistet. 2010 war die Fortsetzung des ÖZL stark gefährdet, da ab diesem Zeitpunkt der BNAN die gesamte Organisation zu tragen hatte. Zuvor fand alles mit sehr großer Unterstützung des RP Tübingen statt. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer und auch dank weiterer Unterstützung des RP (Mithilfe bei der Suche von geeigneten Pflegeflächen und beim Auf – und Abbau des Zeltlagers) konnte es weitergeführt werden. 2019 fand es auch wieder einmal im Bereich Oberschwaben statt. Markus Türk wünschte sich sehr, dass diese Natur-Veranstaltung des BNAN für interessierte Jugendliche noch möglichst lange Bestand haben wird. Er selbst wird sich weiterhin mit Herzblut dafür einsetzen.

Für seinen einstündigen Vortrag erhielt Markus Türk viel Applaus. Als Anerkennung für seine Verdienste im Verein, insbesondere für seinen Einsatz bei den Jugendlagern, bekam er die Vereins-Ehrennadel mit Urkunde und einem Präsent überreicht.

Nach dem Gedenken an die im Jahre 2019 verstorbenen Mitgliedern folgte der Bericht des Vorsitzenden Manfred Ludwig. Darin erinnerte er an die dramatische Situation in Sachen Klimawandel und Umweltschutz und wies auf die bestehende Problematik des Insektensterbens hin. „Biodiversität ist für ihn ein wichtiges Anliegen, und sein Ministerium verfolge eine Strategie des kontinuierlichen Ausbaus des ökologischen Landbaus sowie die Reduktion chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel“, so u.a. in einem Antwortschreiben von Minister Hauk auf einen Brief des BNAN.

Der BNAN versucht auf seinen eigenen Flächen (ca. 170 ha) eine Artenvielfalt zu erhalten und eine Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten zu gestalten.

Für die Verwaltung sowie für die Betreuung dieser Flächen zeigen sich die Grundstücksreferenten Horst Geupel und nun auch Harald Buchmann verantwortlich, der den Bereich von Werner Simon bis zur nächsten Wahl im Jahre 2022 übernommen hat.

Im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2023, da feiert der BNAN sein 50jähriges Jubiläum, ist es wichtig, schon jetzt sich darauf vorzubereiten, damit dann die 2022 neugewählte Vorstandschaft nur noch die Abschlussvorbereitungen zu erledigen hat.

Für ihre großen Verdienste wurden Horst Baier für dessen jahrelangen Einsatz als Schatzmeister des Hauptvereins und als Kassierer der BG Reutlingen sowie Günter Gaßner geehrt, der jahrzehntelange die Pflegemaßnahmen auf den Flächen, die die BG Reutlingen zu verantworten hat, sehr verantwortungsvoll leitet. Beide erhielten die Vereins-Ehrennadel mit Urkunde und einem Geschenk.

Allen, die sich im vergangenen Jahr für den BNAN – wie auch immer – eingesetzt haben, dankte der Vorsitzende und hoffte, dass sich 2020 noch weitere Personen beim BNAN einbringen werden. Er dankte auch allen, welche die vielfältigen Angebote des BNAN wahrgenommen haben und bat um mehr Werbung für den BNAN.

Anschließend stellte Horst Baier den Kassenbericht vor, bei dem die Kassenprüfer nichts zu beanstanden hatten. Im Jahre 2020 werden einige Grundstückskäufe aufgrund von laufenden Flurneuordnungsverfahren sowie Neuanschaffungen von Maschinen den Kassenbestand wohl um einiges schmälern.

Danach nahm Kurt Mauser die Entlastung der Vorstandschaft vor. Die Mitgliederversammlung entlastete alle Vorstandsmitglieder einstimmig.

Michael Klenk rief dann noch einmal das erfolgreiche Naturschutz-Jugendzeltlager 2019 im Steinhauser Ried bei Bad Schussenried/Bad Buchau mit seinen Ausführungen und mit Bildern, die das tolle Lagerleben zeigten, in Erinnerung. Alle freuen sich schon auf das ÖZL 2020 in Berglen (Rems-Murr-Kreis).

Bei Punkt Verschiedenes erfolgte dann noch eine Anfrage eines Mitgliedes in Sachen Rotwild auf der Schw. Alb. Darüber wird sich der Vorsitzende mit dem Anfragenden noch schriftlich in Verbindung setzen.

Madlen Dollinger, die souverän durch die Versammlung führte, bedankte sich bei den Anwesenden und wünschte allen eine gute Heimkehr.

Absage aller Termine bis auf Weiteres

Liebe Mitglieder, Freunde des BNAN,

sämtliche Veranstaltungen des BNAN entfallen bis auf Weiteres. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Danke für Ihr Verständnis.

Wir hoffen, dass ab September Vorträge und Exkursionen wieder durchgeführt werden können.

Alles Gute wünscht Ihnen

Manfred Ludwig, Vorsitzender des BNAN

Jugendliche leisteten aktiven Klimaschutz im Steinhauser Ried bei Bad Buchau

Das 45. Naturschutz-Jugendzeltlager (ÖZL) des Bund Naturschutz Alb-Neckar (BNAN) ist wieder sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt 35 Jugendliche und junge Erwachsene, hauptsächlich aus dem Großraum Reutlingen, Stuttgart, Rottenburg, Oberschwaben und Saarbrücken, leisteten ihren aktiven Beitrag zum Klimaschutz, indem sie an 4 von 14 Tagen das Steinhauser Ried bei Bad Buchau von Gehölz und Sträuchern befreiten. „Ich finde es richtig cool, ich bin schon das dritte Mal dabei“, sagte die 17-jährige Corinna Mayer aus Neuhausen bei Esslingen. „Man arbeitet hier was und tut damit was Gutes für die Natur“, meinte sie. Diese Pflegemaßnahme im Ried soll die Revitalisierung des ehemaligen Hochmoores begleiten. Die Fläche wird damit geöffnet für eine bunte Torfmoosgesellschaft und charakteristische Arten wie Rosmarinheide, Moosbeere, Scheidiges Wollgras und Rundblättriger Sonnentau. Das Gebiet hat eine landesweite Bedeutung für Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken und Vögel.

Die Teilnehmer wurden im Zeltlager von einem Team aus 9 jungen Erwachsenen sehr gut betreut.  Sie waren für die Organisation der Verpflegung und der Arbeitseinsätze im Wechsel mit den Freizeitaktivitäten zuständig. Besonders hervorzuheben ist der Lagerkoch Michael Klenk. 80 % der von ihm verwendeten Lebensmittel werden biologisch hergestellt. Selbst von ihm handgeschabte Spätzle aus 80 Eiern und 5 kg Mehl fand man auf dem Speisezettel. „Das Beste am Zeltlager ist das Essen“, meinte Tatjana Glauner aus Dürnau. Es gab zweimal am Tag warmes Essen und den Mitternachtssnack, das traditionelle Nutellabrot.

Nach dem Kennenlernen wurde das Ried mit einem Experten besichtigt. Dabei entdeckten einige gleich eine Kreuzotter, später sollten noch Blindschleichen, Ringelnattern, Biber, Störche, Libellen, Schmetterlinge und Spinnen folgen. Der Badetag fand im Freibad Bad Buchau statt. Beim Kleingruppentag konnten sich die Jugendlichen zwischen der Therme Bad Buchau, dem Besuch des Kletterparks Bad Waldsee oder einem Kochkurs beim Lagerkoch entscheiden. An einem Tag fanden Workshops statt. Es entstanden Insektenhotels, Fackeln und Traumfänger. Der Ausflug ging dieses Jahr zum „Campus Galli“ bei Meßkirch.  Einen Wandertag mit besonderer Aufgabenstellung hatten sich die Lagerleiterinnen Fiona und Roxanne ausgedacht.

Beim Pressetermin erhielt das Lager Besuch von Herrn Minister Untersteller, UM, der damit den teilnehmenden Jugendlichen seine Wertschätzung entgegenbrachte. „Wir leiden darunter, dass das Wissen über die Natur bei der Jugend verloren geht. Das Zeltlager ist eine tolle Chance, Jugendliche dafür zu interessieren und zu begeistern.“ Beim Besuch auf der Pflegefläche lobte er alle Teilnehmer für ihren tollen Einsatz. Auch Frau Rebsch von der Stiftung Naturschutzfonds Baden- Württemberg war beim Pressetermin anwesend. Ihre Stiftung und die Reinhold Beitlich Stiftung Tübingen unterstützen den BNAN finanziell.  Außerdem besuchten noch Gäste aus Politik und Verwaltung das Lager. Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) lobte die Teilnehmer für ihr Engagement:  „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Der letzte Tag begann mit einem Volleyballturnier, anschließend wurden die ÖZL-Games vor Publikum durchgeführt. Der Tag endete mit einem bunten Abend, einer Grillparty und in geselliger Runde am großen Lagerfeuer. Der Abreisetag war überschattet vom Abschiednehmen. Alle konnten aber mit der Gewissheit des baldigen Wiedersehens beim Nachtreffen im November nach Hause gehen.